Abschaffung der Echo-Preisverleihung darf keine Flucht vor der gesellschaftlichen Verantwortung sein


Zur heute angekündigten Abschaffung der Echo-Preisverleihung, erklärt Jörn Freynick, Sprecher der FDP-Landtagsfraktion für LSBTI*-Menschen1:

„Das Aus für den Echo scheint ebenso überhastet vollzogen worden zu sein, wie die skandalöse Preisverleihung vor zwei Wochen. Ein Ende des Echo ist durch die Beschädigung des Ansehens begrüßenswert. Dies darf für den Bundesverband der Musikindustrie jedoch nicht eine Flucht vor der gesellschaftlichen Verantwortung sein.

Der nun angekündigte Neuanfang ist dringend notwendig. Die Kriterien und Standards benötigen eine komplette Evaluation. Die Musikindustrie ist hierbei deutlich in der Pflicht, gerade die Jugendlichen über Diskriminierungen jeglicher Art aufzuklären. Das Ziel muss sein, dass künftige Auszeichnungen nicht mehr an Preisträger gehen, die mit ihren Werken durch abwertende Inhalte deutlich die Grenzen der Kunstfreiheit überschreiten.“