NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer steht Bürgern Rede und Antwort 1


Von links nach rechts: Petra Heller, Fraktionsvorsitzende CDU Bornheim; Jörn Freynick, FDP-Abgeordneter des Landtags NRW und Vorsitzender FDP Bornheim; Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW; Oliver Krauß CDU-Abgeordneter des Landtags NRW; Gabriele Kretschmer, Vorsitzende CDU Bornheim.

Gemeinsame Pressemitteilung der CDU Bornheim und FDP Bornheim:

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer stand am Mittwoch, dem 10. Januar 2018, rund 150 Bürgerinnen und Bürgern aus dem Rhein-Sieg-Kreis Rede und Antwort. Hierzu eingeladen hatten die Ortsverbände der CDU und der FDP in Bornheim. Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Oliver Krauß (CDU) und Jörn Freynick (FDP) stellte sich die Ministerin zwei Stunden den Fragen des interessierten Publikums.

Ein halbes Jahr ist bereits seit der NRW-Landtagswahl vergangen. Die Zeit hat die neue Landesregierung genutzt, um erste Akzente in der Schulpolitik zu setzten. Was darüber hinaus die neue Landesregierung vorhat, legte Ministerin Yvonne Gebauer in ihrer rund 45-minütigen einleitenden Rede dar.

„Einige wichtige Vorhaben sind bereits angegangen worden“, so die Ministerin. Die Aussetzung der Mindestgrößenverordnung für Förderschulen ist einer dieser Punkte. Mit der Aussetzung bleibt gewährleistet, dass Förderschulen auch in der Fläche erhalten bleiben können. Ein anderer wichtiger Punkt ist die Leitentscheidung zu G8/G9. Mit dieser Leitentscheidung kehrt jede Schule automatisch zu dem Modell G9 zurück. Es sei denn, die Schulkonferenz entscheidet sich mit Mehrheit für G8. Ein dritter Punkt ist die Flexibilisierung und eine bessere Qualität der Offenen Ganztagsschulen.

„Mit diesen Maßnahmen versuchen wir, ein erstes Umsteuern in der Schulpolitik einzuleiten. Jedoch muss man sich im Klaren darüber sein, dass das Neuordnen der Schulpolitik nach den Versäumnissen und Fehlentscheidungen von Rot/Grün mehr als ein halbes Jahr dauert“, so Gebauer weiter.

Bei der Inklusion sei es nun wichtig zu ermitteln, wie viele Schulen inklusiv unterrichteten und vor allem auf welche Weise sie dies täten. Im bisherigen Inklusionsprozess haben sich offensichtlich zu viele Schulen auf den Weg gemacht, inklusiv zu unterrichten. Dies führte aber zu einer Vielzahl von Schulen mit völlig unzureichender Ausstattung. Unsere Aufgabe ist es nun, die vorhandenen Ressourcen zu bündeln und gezielt in ausgewählten Schwerpunktschulen einzusetzen.

Über 160 Gäste waren ins Kulturcafe des GFO Klostergartens Merten gekommen.

Zu den langfristigen Zielen der Landesregierung gehören die Bekämpfung des Lehrermangels, die Überprüfung von „Schreiben nach Gehör“, die Förderung und der Erhalt der Schulfreiheit, die Digitalisierung der Schulen und der Masterplan Grundschulen.

Nach dem umfassenden Überblick stand dann die Diskussion zwischen der Ministerin und den Bürgerinnen und Bürgern im Vordergrund. Hier wurden zu den angesprochenen Themen konkrete Rückfragen gestellt und Probleme des Schulalltags vor Ort diskutiert. Aufgezählt wurde aus dem Publikum beispielsweise die Schwierigkeit, Schulleiterposten zeitnah zu besetzen. Die unzureichende Vergleichbarkeit der 16 verschiedenen Bildungssysteme in Deutschland stellt Schülerinnen und Schüler wie auch deren Eltern bei Umzügen oft vor enormen Schwierigkeiten. Auch das Schließen der großen Lücke von 2000 freien Stellen im Schulsystem lag den Menschen an diesem Abend am Herzen.

Die Kölnerin Yvonne Gebauer ist seit dem Jahr 2012 Abgeordnete der Freien Demokraten im Düsseldorfer Landtag und dort deren schulpolitische Sprecherin. Seit dem 30.Juni 2017 ist Sie zudem Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen im Kabinett Laschet.

 

 


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Ein Gedanke zu “NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer steht Bürgern Rede und Antwort

  • Monika W

    wenn sich jetzt noch die richtige Bezeichnung der gescholtenen Unterrichtsmethode durchsetzen könnte … „Lesen durch schreiben“: Den Kindern wird klar, wie lesen funktioniert, wenn sie von Beginn an ihre eigenen Gedanken aufschreiben.
    „Schreiben nach Gehör“ wäre doch das gute (?) alte Diktat, aber keine Methode!