Nordrhein-Westfalen bekennt sich zu Zusammenhalt statt Diskriminierung

Mit dem 50. Jahrestag der Proteste im Stonewall Inn in der Christopher Street in New York, befasste sich heute der Landtag Nordrhein-Westfalen. Zum ersten Mal leisteten die Gäste des von Homo- und Transsexuellen besuchten Nachtclubs Widerstand gegenüber den Schikanen und Drangsalierungen der örtlichen Polizei. Ihr Protest markierte den Startschuss für die Befreiungsbewegung von LSBTI*-Menschen. Ihren Kampf für gesellschaftliche Akzeptanz und Anerkennung und ihrem unermüdlichen Engagement ist es maßgeblich zu verdanken, dass sich in den letzten 50 Jahren die Situation für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans- und Intermenschen erheblich verbessert hat.

Dennoch sieht Jörn Freynick, Sprecher für LSBTI*-Menschen der FDP-Landtagsfraktion, mit Sorge, wie das gesellschaftliche Klima sich zunehmend verfinstert. Auch wenn die Ehe für alle mittlerweile gelebte Realität in Deutschland ist, zeigt der massive Widerstand gegenüber der Liberalisierung aus gewissen Kreisen der Gesellschaft, dass noch ein bedeutender Weg zu gehen ist.

Gegen solche negative Tendenzen geht die NRW-Koalition aktiv vor. Eine Ausstellung wurde mithilfe des Centrums für Schwule Geschichte in Köln erarbeitet, um den alten § 175 historisch aufzuarbeiten. Für das Haushaltsjahr 2019 werden die Mittel für psychosoziale LSBTI*-Beratungsstellen sowie geförderte Dachverbände und Koordinierungsstellen endlich ausreichend bereitgestellt. Im Kinder- und Jugendförderplan für LSBTI*-Jugendarbeit wurde erstmalig eine Förderposition implementiert. Hierdurch wurden viele bisher befristete Projekte endlich in eine dauerhafte Förderung überführt. Die Konversionstherapie gehört für Jörn Freynick verboten. Umso mehr freut er sich, dass dieses Thema endlich auch in Berlin behandelt wird.

„Es ist auch in Zukunft noch viel zu tun. Die 50 Jahre Stonewall-Proteste mahnen uns weiterhin für die verschiedensten Belange von LSBTI*-Menschen einzutreten.“ so Jörn Freynick. Die NRW-Koalition fordert daher von der Landesregierung sich zur Neufassung des Transsexuellengesetztes aktiv einzubringen. Namens- und Personenstandsänderungen müssen endlich einfacher möglich sein.

50 Jahre Stonewall-Proteste

Es ist auch in Zukunft noch viel zu tun. 50 Jahre Stonewall-Proteste mahnen uns weiterhin für die verschiedensten Belange von LSBTI*-Menschen einzutreten. Mehr dazu im Video:

Gepostet von Jörn Freynick am Donnerstag, 27. Juni 2019

NRW-Koalition investiert 8,56 Mio. Euro in Sportstätten im Rhein-Sieg-Kreis

Erneuerung der Sportinfrastruktur: Moderne Sportstätte 2022“

Das Land Nordrhein-Westfalen investiert in den kommenden vier Jahren 300 Millionen Euro in die Sportinfrastruktur vor Ort. „Mit dieser Modernisierungsoffensive erfolgt eine Trendwende: Das Ziel ist, die rund 38.000 Sportstätten in unserem Land zu modernisieren, zu sanieren und zukunftsweisend unter nachhaltigen und barrierefreien Gesichtspunkten auszubauen“, erklärt der FDP-Landtagsabgeordnete Jörn Freynick. Gefördert werden auch Investitionsmaßnahmen zur Ausstattung, zum Umbau und zum Ersatzneubau von Sportstätten. Das Förderprogramm zielt ebenfalls auf die begleitende sportfachlich notwendige Infrastruktur unter besonderer Berücksichtigung einer energetischen Ertüchtigung, digitaler Modernisierung, zur Vermeidung von Unfällen und zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit.

Die Sportvereine, Kreis- und Stadtsportbünde sowie die Sportverbände sind jetzt aufgerufen, der Landesregierung ihre Fördervorschläge zu unterbreiten. Im Rhein-Sieg-Kreis stehen den Sportvereinen 8,56 Mio. Euro zur Verfügung. Das Programm soll dem Breitensport zu Gute kommen, deshalb sind Profi-Sportvereine der ersten Ligen davon ausgeschlossen. Das nutzerfreundliche bürokratiearme Programm zeichnet sich durch ein vereinfachtes Bewilligungsverfahren für Förderzuwendungen bis 100.000 Euro sowie durch einen unkomplizierten einfachen Verwendungsnachweis für alle Förderbescheide aus. „Der Sport kann deshalb in seiner ganzen Breite von dem Landesprogramm und einer funktionstüchtigen und zeitgemäßen Sportinfrastruktur profitieren“ freut sich der Abgeordnete Freynick.

Alle Investitionsvorhaben in Sportstätten ab einer Bagatellgrenze von 10.000 Euro sind förderfähig. Der Eigenanteil kann durch bürgerschaftliche Eigenleistung, Beiträge Dritter oder durch Spenden aufgebracht werden. Im Einzelfall kann auch eine 100-prozentige Förderung erfolgen.

Kommune Verteilungsmasse Fördersummen in EUR
Alfter 318.550
Bad Honnef 348.410
Bornheim 648.000
Eitorf 300.000
Hennef 638.595
Königswinter 554.695
Lohmar 412.195
Meckenheim 332.635
Much 300.000
Neunkirchen-Seelscheid 300.000
Niederkassel 510.865
Rheinbach 371.240
Ruppichteroth 300.000
Sankt Augustin 756.235
Siegburg 559.025
Swisttal 300.000
Troisdorf 1.009.875
Wachtberg 300.000
Windeck 300.000
Rhein-Sieg-Kreis gesamt 8.560.425

VPK – Viel Platz für Kultur e.V. in Rheinbach erhält Konzeptförderung zur Stärkung der „Dritten Orte“ im ländlichen Raum

VPK – Viel Platz für Kultur e.V. gehört zu den Projekten, die mit dem erstmals ausgeschriebenen Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ vom Land NRW gefördert werden. “Es freut mich sehr, dass die VPK unter den zahlreichen Bewerbern ausgewählt wurde und sich Rheinbach nunmehr auf einen neuen kulturellen Begegnungsort freuen kann“, erklärt der FDP-Landtagsabgeordnete Jörn Freynick.

Die NRW-Koalition aus FDP und CDU hat sich die Stärkung der Kultur im ländlichen Raum und den Ausbau der Dritten Orte zum Ziel gesetzt. Dazu wurde nunmehr in einer ersten Phase ein Förderprogramm zur Konzeptentwicklung eines Dritten Ortes mit einer Gesamtfördersumme von 750.000 Euro aufgesetzt. Insgesamt stehen dem Förderprogramm bis 2023 zehn Millionen Euro zur Verfügung. „Das Konzept der VPK hat die Jury überzeugt. Ich wünsche den Akteuren viel Erfolg bei der Entwicklung eines Dritten Ortes“, sagt Freynick.

Dritte Orte sind Orte für Begegnung und Austausch in Abgrenzung zum ersten Ort, dem Zuhause, und dem Zweiten Ort, der Arbeit. Im Rahmen des neuen Förderprogramms zeichnen sich die Dritten Orte insbesondere dadurch aus, dass sie einen niederschwelligen Zugang sowie eine einladende Atmosphäre haben und verschiedene Nutzungen für die Bürgerinnen und Bürger ermöglichen.